Das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) dient zur Vorbereitung auf Berufe im Bereich Wirtschaft und Verwaltung. Es ist ein Bildungsangebot für Schüler, die den Hauptschulabschluss erreicht, aber keinen Ausbildungsbetrieb gefunden haben.
Allgemeine Unterrichtsfächer:
Deutsch, Englisch, Sozialkunde, Ethik, Sport
Berufsbezogene Unterrichtsfächer:
Betriebswirtschaftslehre, Datenverarbeitung, Werbung und Marketing, Textverarbeitung, Fachrechnen, Rechnungswesen
Aber auch Praxis gehört dazu: Es wird ein 14-tägiges Praktikum absolviert, die Schüler können den Praktikumsbetrieb selbst wählen: z. B. Im Kindergarten, im Autohaus, in einem Geschäft oder in einem Betrieb.
Dabei ist der wirtschaftliche Bezug sinnvoll.
Der Praktikant erhält zum Schluss des Praktikums eine Praktikumseinschätzung.
Berufsvorbereitungsjahr (BVJ): Ernährung und Hauswirtschaft/Textiltechnik und Bekleidung
Aufnahmevoraussetzungen:
Vorwiegend werden gute Schulabgänger der Klasse 9 einer Förderschule aufgenommen. Bei freien Kapazitäten können einzelne Jugendliche, die die allgemeinbildende Schule der Klassenstufen 8 oder 9 ohne Hauptschulabschluss verlassen haben, aufgenommen werden.
Betriebspraktikum:
Innerhalb der einjährigen Ausbildung ist ein 3-wöchiges Praktikum durchzuführen. Die Schüler führen während des Praktikums einen Tätigkeitsnachweis, die Teilnahme ist durch den Betrieb schriftlich zu bestätigen.
Abschlussverfahren:
Am Ende des Schuljahres ist an drei aufeinander folgenden Tagen ein Abschlussverfahren im Umfang von insgesamt 10 - 16 Stunden durchzuführen. Dem Abschlussverfahren geht eine Prüfungswoche mit schriftlichen Abschlussarbeiten in allen theoretischen Fächern voraus.
Mit erfolgreichem Abschluss des BVJ hat der Schüler die Berufsschulpflicht erfüllt und einen Bildungsstand erreicht, der dem des Hauptschulabschlusses entspricht.